Dienstag, 23.07.2024

Pisa-Chef: Deutschland sollte das Sitzenbleiben abschaffen – Schule mit Reformbedarf

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Marie Kaiser
Marie Kaiser
Marie Kaiser ist eine talentierte Nachwuchsredakteurin, die mit ihrer Kreativität und ihrem frischen Blick auf die Welt der Berichterstattung begeistert.

Die aktuelle Pisa-Studie zeigt, dass Deutschland einen besorgniserregenden Absturz in der Bildung verzeichnet. Laut dem OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher besteht ein starker Reformbedarf im deutschen Bildungssystem. Eine drastische Maßnahme, die vorgeschlagen wird, ist die Abschaffung des Sitzenbleibens, die als erster Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit angesehen wird.

Das Sitzenbleiben zeigt sich als eine Praxis, die nicht nur ineffektiv, sondern auch schädlich ist. Kinder, die eine Klasse wiederholen, geraten oft in zusätzliche Schwierigkeiten, und ihre ursprünglichen Lernprobleme werden nicht angemessen gelöst. Stattdessen wird die Problematik auf das nächste Jahr verschoben, was zu frustrierenden und demotivierenden Erfahrungen führt.

Darüber hinaus macht das Sitzenbleiben es den Lehrern zu einfach, da die eigentlichen Schwierigkeiten nicht bewältigt, sondern lediglich aufgeschoben werden. Durch die Abschaffung dieses Systems könnten Lehrer und Schüler sich stärker auf die Unterstützung und Lösung von Lernproblemen konzentrieren, anstatt einfach auf das nächste Schuljahr zu verweisen. Diese Maßnahme könnte zu einer gerechteren und effektiveren Bildung führen, wie der OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher betont.

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